Steinheim an der Murr

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GOV id http://gov.genealogy.net/object_1076484
name
  • Steinheim an der Murr (deu)
type
  • village (- 1955)
  • Stadt (1955 -)
postal code
  • W7141 (- 1993-06-30)
  • 71711 (1993-07-01 -)
municipal id
  • 08118070
external id
  • opengeodb:24560
Article about this place in the genealogy.net wiki
Geographic Position
  • 48.9696°N 9.2723°E calculated center position of the place
  • Number of the German 1:25,000 map sheet: 7021
Contact possibilities

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Notes

Frauenkloster (Reichslehen). OAB Marbach (S. 304): "Im Reformationszeitalter griff Württemberg bei dem Kloster zu. Im Jahr 1553 begann Herzog Christoph seine Reformationsversuche; er schickte einige Räthe hin und begehrte von Priorin und Konvent, sie sollten ihn als Kastvogt, Schutz- und Schirmherrn anerkennen, ließ auch das Kloster und den Ort militärisch besetzen. Die Nonnen, da sie nirgendsher, auch von Hohenlohe nicht, Hilfe bekamen und immer stärker bedrängt wurden, mußten sich unterwerfen und den Herzog als ihren Schutz- und Landesherrn anerkennen. Im J. 1556 wurde auch bei ihnen die neue Klosterordnung durchgesetzt und am 31. August d. J. sangen sie ihr letztes Complet und Salve. Jetzt erst schritten die Grafen von Hohenlohe ein und verlangten, daß der Herzog von seinen Eingriffen in ihre und des Klosters Rechte ablasse, und der Herzog fand daher am räthlichsten, von ihnen das Eigenthum des Dorfes St. und ihre Rechte an dem Kloster zu erwerben. Er that dies am 31. Juli 1563 im Tausch gegen die Pfarrkollatur zu Orendelsall u. a. (Sattler, Herz. 4, 199, Scheffer 117). Am 19. Juli 1564 erschienen die württemb. Räthe in St., um die Huldigung einzunehmen; da aber die Bewohner dieselbe verweigerten, wurde der Ort am 27. Juli abermals militärisch besetzt und die Huldigung konnte nur durch die schärfsten Maßregeln und Drohungen erzwungen werden. Die Nonnen ließ man im Kloster, wo die letzte von ihnen, Walpurgis, noch 1580 lebte. Durch den Vergleich vom 16. Jan. 1566, den bis 1806 gültigen Freiheitsbrief der Steinheimer (Scholl 83. 190), wurden die Verhältnisse des Orts unter Württembergischer Herrschaft dauernd fest bestimmt. "


Superordinate objects

Caption

 political administration
 ecclesiastical
 judical
 settlement
 geographic
 transportation

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name Timespan type Source
Heiliges Römisches Reich, Sacrum Imperium, Sacrum Romanum Imperium, Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicæ, Heiliges Römisches Reich deutscher Nation, Heiliges Römisches Reich (- 1563-07-31) kingdom confederation
Marbach, Kreis Marbach (1563-07-31 - 1938-09-30) Oberamt
Ludwigsburg (1938-10-01 -) rural county

Subordinate objects

name type GOV-Id Timespan
Vorderbirkenhof hamlet VORHOF_W7151 (1806 -)
Steinheim an der Murr town STEEIMJN48PX (1818-12-31 -)
Kleinbottwar village municipality Ortschaft KLEWARJN48PX (1971-12-01 -)
Lehrhof hamlet LEHHOFJN48PX (1806 -)
Höpfigheim village part of town HOPEIMJN48OX (1973-01-01 -)
Buchhof Farm BUCHOFJN48PW (1862 -)

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Quicktext

object_1076484
	 TEXT:Frauenkloster (Reichslehen). OAB Marbach (S. 304): "Im Reformationszeitalter griff Württemberg bei dem Kloster zu. Im Jahr 1553 begann Herzog Christoph seine Reformationsversuche; er schickte einige Räthe hin und begehrte von Priorin und Konvent, sie sollten ihn als Kastvogt, Schutz- und Schirmherrn anerkennen, ließ auch das Kloster und den Ort militärisch besetzen. Die Nonnen, da sie nirgendsher, auch von Hohenlohe nicht, Hilfe bekamen und immer stärker bedrängt wurden, mußten sich unterwerfen und den Herzog als ihren Schutz- und Landesherrn anerkennen. Im J. 1556 wurde auch bei ihnen die neue Klosterordnung durchgesetzt und am 31. August d. J. sangen sie ihr letztes Complet und Salve. Jetzt erst schritten die Grafen von Hohenlohe ein und verlangten, daß der Herzog von seinen Eingriffen in ihre und des Klosters Rechte ablasse, und der Herzog fand daher am räthlichsten, von ihnen das Eigenthum des Dorfes St. und ihre Rechte an dem Kloster zu erwerben. Er that dies am 31. Juli 1563 im Tausch gegen die Pfarrkollatur zu Orendelsall u. a. (Sattler, Herz. 4, 199, Scheffer 117). Am 19. Juli 1564 erschienen die württemb. Räthe in St., um die Huldigung einzunehmen; da aber die Bewohner dieselbe verweigerten, wurde der Ort am 27. Juli abermals militärisch besetzt und die Huldigung konnte nur durch die schärfsten Maßregeln und Drohungen erzwungen werden. Die Nonnen ließ man im Kloster, wo die letzte von ihnen, Walpurgis, noch 1580 lebte. Durch den Vergleich vom 16. Jan. 1566, den bis 1806 gültigen Freiheitsbrief der Steinheimer (Scholl 83. 190), wurden die Verhältnisse des Orts unter Württembergischer Herrschaft dauernd fest bestimmt. ":TEXT,
	gehört ab 1563-07-31 bis 1938-09-30 zu object_190772,
	gehört ab 1938-10-01 zu adm_138118,
	gehört bis 1563-07-31 zu object_217966,
	hat Gemeindekennzahl 08118070,
	hat ab 1993-07-01 PLZ 71711,
	hat bis 1993-06-30 PLZ W7141,
	hat externe Kennung  opengeodb:24560,
	heißt  (auf deu) Steinheim an der Murr,
	ist ab 1955 (auf deu) Stadt (Gebietskörperschaft),
	ist bis 1955 (auf deu) Dorf;
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